Rede von Lore (VCD)
auf dem Straßenbahn-Klimastreik am 27.02.2026Liebe Menschen, die heute hier sind und mit uns demonstriert haben, danke, dass wir heute gemeinsam ein starkes Zeichen gesetzt haben – für nachhaltige Mobilität, für den Ausbau des ÖPNV und ganz konkret für die neue Straßenbahnlinie ans Hubland. Ich bin Lore vom VCD – dem Verkehrsclub Deutschland. Wir setzen uns für eine klimafreundliche, soziale und barrierefreie Mobilität ein. Wir stehen für eine Stadt ohne Autozwang. Denn wenn wir unsere Stadt vom Auto her denken, dann übersehen wir viele: Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung – und all jene, die kein Auto besitzen oder bewusst darauf verzichten. Und das sind nicht wenige. Mobilität bedeutet Freiheit. Menschen sollen selbstbestimmt unterwegs sein können – ohne auf „Eltern-Taxis“ oder Nachbars Fahrdienste angewiesen zu sein. Wir wollen eigenständig ins Kino, ins Theater oder zur Demo kommen können. Sichere Radwege und ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr sind entscheidend, damit alle Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Gemeinsam mit euch fordern wir sichere Geh- und Radwege. Wir fordern Barrierefreiheit. Und wir fordern den konsequenten Ausbau des ÖPNV. Unser Demonstrationszug ist heute der geplanten Straßenbahntrasse ans Hubland gefolgt. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Strecke eines Tages mit der Straßenbahn fahren werden. Aber ich wünsche mir, dass solche Projekte in Würzburg schneller Realität werden. Wir dürfen nicht 30 Jahre warten, bis eine weitere Straßenbahnlinie kommt. Wir wollen dass alle Stadtteile gut und nachhaltig angebunden sind an unseren ÖPNV. Wir brauchen einen barrierefreien Nahverkehr – damit wirklich alle mitfahren können. Wir brauchen attraktive, bezahlbare und verständliche Tarife. Das Deutschlandticket war ein guter Anfang: Bus- und Bahnfahren wurde einfacher und unkomplizierter. Lasst uns diesen Gedanken weiterentwickeln. Und wir brauchen eine verlässliche Taktung – damit man auch abends sicher nach Hause kommt. Ja, es bewegt sich etwas in Würzburg. Und ich freue mich über jede Verbesserung. Aber ich bin ungeduldig. Und angesichts der Klimakrise ist diese Ungeduld mehr als berechtigt. Der Verkehrssektor verursacht noch immer einen großen Teil der Emissionen. Wenn wir unsere Klimaziele ernst nehmen, dann müssen wir die Verkehrswende entschlossen vorantreiben. Heute sind wir in Süddeutschland auf die Straße gegangen – für Klimaschutz. Und nachhaltige Verkehrspolitik, das ist Klimaschutzpolitik. Wir sind heute laut gewesen für nachhaltige Mobilität in Würzburg. Lasst uns gemeinsam laut bleiben – für eine echte Verkehrswende, für sichere Rad- und Fußwege, für mehr, besseren, unkomplizierten, bezahlbaren und barrierefreien öffentlichen Nahverkehr. Vielen Dank euch allen!